Black Hat != Black Hat

Black Hat != Black Hat

Black White HatDie Geschichte mit White Hat vs. Black Hat scheint ja momentan richtig populär zu sein. Ich les auf vielen Foren dass sie mehr mit Black Hat Methoden versuchen möchten. Nun nicht jeder weiss was damit gemeint ist. Mediadonis hat einen wirklich interessanten und weitgehend mit meiner eigenen Meinung übereinstimmender Artikel getwittert. Der Artikel, geschrieben von Fantomaster, handelt über das Thema Missverständnisse von Black Hat SEO. Lest euch den englischen Artikel auf jeden Fall mal durch. Wir Ralph selber schon angetönt hat, kann man die beiden Begriffe White Hat und Black Hat weitgehen mit “ethisch” bzw. “unethisch” erklären.

Für mich persönlich unterscheide ich prinzipiell von Black Hat SEO und Black Hat als Marketing Instrument was dann wirklich ins unethische geht. Bei Black Hat SEO geht meines erachtens mehr ins Spammen und hat mit unethischen Mitteln eher weniger zu tun. Ist wohl eine persönliche Ansichtsache wie man Spam deklariert. Schlussendlich will man ja Linkjuice und seine Rankings verbessern und hierzu eignet sich Black Hat SEO wirklich hervorragend.

Methoden eines Black Hat SEOs

Wie oben erwähnt spammen Black Hat SEO’s ihren Content sowie ihre Links auf Parasites. Parasites bezeichnet man als Seiten wo man eigenen Content einbinden kann. Dies können Web 2.0 Seiten, Foren, kostenlose Blogs etc. sein. Solche Seiten werden untereinander in einem einweg-Verfahren verlinkt, jedoch niemals reziprok!

Hierzu ist der Artikel von Quadzilla, welcher von Löwenherz übersetzt und mit eigenen Gedanken erweitert wurde sehr lesenswert. Darin enthalten ist die Diskussion einer Linkpyramide oder wie ich sage einer “Linkbuilding Strategy” und wie man solch eine Pyramide selber für SEO Projekte einsetzen kann. Egal ob man sich für White Hat SEO oder Black Hat SEO interessiert, eine LBS gehört auf jeden Fall dazu. Ohne Linkbuilding Strategy geht nichts wenn man irgendwo mit einigermass hoher Konkurrenz ranken und damit auch noch Geld verdienen möchte.

Schlussendlich macht es die Menge aus mit der man Parasites “zu müllt”. Ein White Hat kümmert sich wegen DC (Duplicate Content) wo ein Black Hat SEO hingegen den gleichen Inhalt immer und immer wieder postet. Aber in einem viel grööööösseren Rahmen.

Methoden eines Black Hats

Die Black Hats im Marketing Bereich sind Menschen welche ein “Out Of The Box” Denken vorweisen. Diese finden kreative Wege, gespickt mit eigenen Twists um den User schlussendlich zu einem Lead/Sale zu bringen. Hierbei wird wirklich oft in die unterste Schublade gelangt um Geld zu verdienen.

Ihnen ist es egal ob Leute auf gut deutsch “verarscht” werden oder nicht, hauptsache der Lead wurde abgeschlossen und ist unter Dach und Fach. Hier kommt jetzt die Frage nach ethik definitv auf und wohl nicht all zu viele möchten sich mit diesen Methoden identifizieren. Beispiel der Tod von Pop Ikone Michael Jackson. Kaum war die Meldung publik waren in den USA hunderte von Domains ala michaeljacksondeath.com, michaeljacksondead.com etc. registriert, irgend ein Ringtone Offer drauf geklatscht und die Seite via YouTube und sonstige Netwerke promotet. Hier scheiden sich eben die Geister ob man mit dem Tod einer Person noch Geld verdienen soll oder nicht. Fakt ist, wer sich dafür begeistern kann hat ne Menge Geld verdient, wer sich da nicht bereit dafür erklärt lässt es halt einfach sein…Es gibt immer solche “schwarzen Schafe” für die der Profit mehr zählt als irgendwelche ethischen Beweggründe.

Wieso alle White Hats eigentlich Grey Hats sind

Ich bin der festen Überzeugung, dass es White Hat SEOs eigentlich gar nicht gibt, bzw. der Begriff “verschönert” wird. Verfolgt man die G**gle Richtlinien so wird auf ein natürliches Verlinken von Pages verwiesen. On Page Optimierungen genügen vollkommen um eine Seite “G**gle freundlich” zu gestalten. Von daher würden sich White Hats eigentlich nur mit On Page Optimierungen befassen was ich aber stark bezweifle :-)

Somit werden die sogenannten White Hats bereits mit grauen Hüten ausgestattet denn sie manipulieren die SERPs auf unnatürliche Weise. Dies ist nicht G**gle konform und somit auch nicht mehr als White Hat zu bezeichnen. Eigentlich ist es mir sowieso wurst wer welchen Hut aufgesetzt hat, solange die Seiten ranken und gewinnbringend eingesetzt werden können macht er einen guten Job :-)

Wir alle wissen die Realität sieht anders aus und was zählt sind Backlinks mit unterschiedlichen, natürlich wirkenden Ankertexten. Backlinks sind ein Anhaltspunkt für die Relevanz einer Seite, zu vergleichen mit Stimmen bei einer Abstimmung. Je mehr Stimmen eine Seite erhält, umso wichtiger scheint sie zu sein und wird hiernach auch weiter oben aufgeführt.

Glaubt mir der Mythos dass mehrere hunderte von täglich platzierten Links zu Strafen führen ist sowas von Humbug. Immer wieder gerne wird das ganze Thema so publiziert dass man fast meinen müsste in die Hosen zu machen wenn man mal mehrere zig Links pro Tag “unnatürlich” setzt.

Wieso ich glaube das diese Aussage falsch ist?
Ganz einfach weil ich sonst meine ganze Konkurrenz mit automatisierten Backlinks zu Abstrafung führen könnte was imho nicht möglich ist. Oder habt ihr eure Konkurrenz schon jemals durch Off Site Link Spamming aus dem Index oder mit einer -995 Strafe gekickt?

Genau daselbe Phänomen gilt für den DC (duplicate content). Eine Abstrafung für DC kommt, wenn überhaupt, erst auf euren eigenen Seiten zustande und nicht weil ich nen Blogpost oder sonstigen Artikel auf hunderten von Parasites, Newssites oder Artikelverzeichnisse veröffentliche…

Anyway die meisten glauben wohl sowieso nur was sie hören und testen es nicht selber von daher, FINGER AUS DEM ARSCH UND LOS VON ROM :P

Der Artikel ist bewusst provokativ gehalten und spiegelt meine exakte Meinung zum Thema Black Hat SEO, Black Hat, Linkspamming sowie DC. Ich freue mich wie immer auf konstruktive Kommentare, also los haut rein…

5 Antworten to “Black Hat != Black Hat”

  1. Frank sagt:

    Hey, mir gefällt der Artikel, vor allem der Teil in Großbuchstaben :) Du hast Recht: Man kann viel Wissen aus dem Netz holen, aber um wirklich sicher zu sein, muss man es ausprobieren. Und wenn man dabei mal auf die Schnauze fällt: Das meiste lernt man aus Fehlern. Dass ich manches weiterhin nicht tun werde, ist einfach meine persönliche Ethik.

  2. SEOnaldo sagt:

    Mit Abstand einer der besten Artikel, die ich in diesem Jahr zum Thema “Black Hat (SEO)” gelesen habe.
    Stimme zwar nicht in allen Punkten mit dir überein, aber finde es klasse, dass sich mal wieder jemand sehr gründlich mit diesem Thema befasst. Gibt genug Möchtegern-SEOs, die denken, dass man mit ein paar geheimen Black Hat Methoden per Knopfdruck und ohne Nachdenken Geld drucken könnte und dieser Mythos hält sich irgendwie schon seit Jahren extrem hartnäckig…

    • Manuel sagt:

      Hallo SEOnaldo

      Vielen Dank für die Blumen, hihi. Mich würden die Punkte interessieren in welchen du eine andere Meinung hast, Lust diese zu veröffentlichen?

  3. PeterB sagt:

    Hi Manuel

    Bin gerade über deinen Artikel gestolpert. Auch wenn er nicht mehr neuesten Datums ist, finde ich das Thema doch aktuell (Panda lässt grüssen).

    Ich bin absolut deiner Meinung: Hatte mir schon paarmal gedacht, dass jegliche Form von Linkbuilding eigentlich gegen “Big G”´s Richtlinien verstösst und es demnach gar keine Whitehat-SEO geben kann =D

    Auch deinem Argument mit dem Abstrafungsmythos kann ich nur voll und ganz zustimmen: Wenn das so wär, wären die ganzen SEO´s nurnoch damit beschäftigt, ihre Konkurrenzseiten mit Links vollzuspammen O.o

    Alles in allem ein sehr gelungener Artikel, Daumen hoch von mir

    Gruss Peter

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