Habt ihr jemals eure Landinpages auf Speed getestet? Wenn nein, dann unbedingt mal nachholen. Allenfalls verliert ihr genau dadurch Kohle da eure User die Landingpage nie zu sehen bekommen und schon früher wegklicken. Ich denke mal das dürfte der Schrecken jedes Affiliates sein, welcher für seinen Traffic gutes Geld bezahlt.
Ihr hasst es sicherlich auch wenn ihr auf eine sehr langsam ladenden Webseite rumsurft. Genau das dürfte euren Usern auch passieren, mit dem kleinen Unterschied, dass die Leute nicht brennend auf die gebotenen Informationen warten. Surft ihr jedoch auf ner langsamen Page rum, sucht ihr evtl. nach spezifischen Informationen und nehmt somit die Ladezeiten in Kauf.
Anyways um auf den Traffic zurückzukommen, war ich mir der Ladezeiten lange Zeit überhaupt nicht bewusst. Dachte ich doch mit Shared Hosting wär dem schon abgeholfen…Tja, fängt man jedoch mit PPV an geht das Ganze dann doch eher schneller in Knie als erwartet *g*. Aus diesem Grund habe ich mich dann für die Amazon CloudFront sowie dem Data Storage Service Amazon S3, wie es der Name schon vermuten lässt, von Amazon entschieden. Mag mich net mit Root Server rumschlagen
Okay, ihr benötigt für das Ganze genau vier Sachen:
Der Account ist kostenlos und kann bei den Amazon Web Services erstellt werden. Die CloudFront ist ein Content Distribution Network und kann mit einem S3 Bucket “verlinkt” werden.
Um ein Bucket anzulegen wechselt ihr einfach in den S3 Bereich und klickt da auf “Create Bucket” (siehe Screenshot). Ihr könnt hier Buckets anlegen wir ihr lustig seid, jedoch benenne ich diese nach meinen Domains um da eine gewisse Ordnung reinzubringen. In meinem Falle erstelle ich ein Bucket namens xdreams. Die Buckets könnt ihr auch via S3Fox anlegen, ich habe nur zu Testzwecke dies gleich via der AWS gemacht.
Soweit so gut. Nun müssen wir mit der CloudFront noch das Bucket verlinken. Am einfachsten geht das mit dem S3Fox für FireFox. Ihr müsst hier zuerst eure Amazon Daten eintragen um eine erfolgreiche Verbindung zu eurem S3 herstellen zu können. Hierzu müsst ihr euch den AW Key sowie den AWS Key notieren und diese im S3 Manager von S3Fox einrichten.
Habt ihr euch mit connected, startet der S3Fox in einem neuen Tab und ihr seht euren S3 Inhalt im rechten Fenster. Darin solltet ihr jetzt auch das soeben erstellte Bucket sehen. Ein Rechtsklick auf euren Bucketnamen und “Manage Distributions” zeigt euch folgendes Fenster.
Sofern ihr auf eure S3 Daten einfacher zugreifen wollt, so solltet ihr euch einen Alias (CNAME) eintragen. In meinem Falle habe ich dem einfach mal “media” genannt. Dies verwende ich später bei meinem Hoster um das den auch aktiv nutzen zu können. So der grösste Teil hätten wir breits hinter uns, war doch ganz einfach, oder?
Nun müssen wir das Bucket jedoch noch der Öffentlichkeit zugänglich machen, ansonsten bekommen die User unsere Landingpage nicht zu sehen. Hierzu markieren wir das Bucket und wählen “Edit ACL” via Icon oder rechter Maustaste.
Übernehmt hier die gezeigten Einstellungen und die Daten sind ab sofort der Öffentlichkeit zugänglich. Zugreifen könnt ihr jetzt anhand der doofen Nummer wie in Screenshot #2 im orang markieren Bereich zu sehen ist. Damit man dies aber einfach merken kann, nutzen wir hier eben den CNAME. In meinem Beispiel wäre das ja “media”, mit dem Ziel via media.xdreams.ch auf den Bucket xdreams (http://d167b63tmqba4s.cloudfront.net) geleitet zu werden.
Hierzu müsst ihr eurem Registrar entweder einen Antrag bezüglich einem CNAME stellen, oder aber ihr könnt dies selber machen. Einfach als ALIAS “media” (oder euren gewählten CNAME aus dem Schritt 2 entnehmen). Via name.com würde das in etwa so aussehen.
Je nach Registrar müsst ihr euch jetzt noch ein wenig gedulden bis ihr via bucketname.deineurl.com (oder bei mir media.xdreams.ch) auf das Bucket zugreifen könnt. In der Zwischenzeit könnt ihr schonmal ein Bild auf den neuen Space laden. Einfach via S3Fox vom lokalen Rechner eine Datei aussuchen und uploaden.Angenommen deine Datei heisst header.jpg, kannst du diese jetzt unter bucketname.deineurl.com/header.jpg aufrufen. Solltest du diesen Screen sehen, dann ist was mit der Berechtigung falsch gelaufen.
Am besten nochmals die ACL’s checken und gegebenfalls anpassen. Für mein Beispiel habe ich die ganze Prozedur nicht durchgeführt, da ich die Seite bei einem schweizer Hoster/Registrar liegen habe und da noch mühsam mit Fax eine Anfrage stellen müsste, das wiederum das Posting verzögern würde. Somit geht mein oben genanntes Beispiel NICHT LIVE!!
Nun ja, die Preise hehe. Die Preise sind generell sehr fair und ich komm pro Monat kaum über $6 hinaus. Die genauen Preistabellen für die Amazon S3 bzw. die CloudFront entnehmt ihr bitte direkt von Amazon.
So ich wünsche euch viel Spass mit der CloudFront von Amazon und happy “auslagering”…
I always enjoy learning how other people use S3 and CloudFront. check out our CloudBerry Explorer – freeware program that helps managing Amazon S3 and CloudFront on Windows platform.
“fängt man jedoch mit PPV an geht das Ganze dann doch eher schneller in Knie als erwartet *g*.”
Was heisst genau PPV? Pay per view? Woher nimmmst Du da den traffic?
Ja genau, Pay Per View oder CPV (Cost per view). Momentan hole ich den Traffic via Lead Impact…
Im Prinzip eine gute Idee. Allerdings veranstaltet Google derzeit eine Hatz auf “ultra thin” Landingpages, sprich Afiliateseiten, die nur aus einer einzigen Seite bestehen. Dass einer unter Sicherheitsaspekten keinen Bock auf Rootserver hat, verstehe ich. Deshalb arbeite ich gern mit managed VServern, die es bei 1blu oder Host Europe für 15 Euro gibt. Ist unwesentlich mehr
als Deine 6 Euro und wird von denen gemanagt. Speed ist auch ganz okay.
Hallo Uwe,
stimme dir da absolut zu, mit ultra thin Landing Pages ist mit AdWords Schluss. Da ich mehrheitlich jedoch sowieso PPV Marketing betreibe hab ich diesbezüglich auch kein Rumärgern mehr wegen QualityScore
Was die preise angeht denke ich kann kein Hostinganbieter mitziehen. Wenn ich mir deine Angebote so anschaue sind da oft 5GB Traffic inclusive. Das kostet mich mit der CloudFront gerade mal $0.5 und für den Speicher nochmals $0.1 pro GB. Zudem brauch man ja keine Datenbanken um zusätzliche Scripte laufen zu lassen. Wenn doch, dann kann man sein eigenes Hosting nutzen und einfach die Bilder, Scripte auf die CF auslagern.
Ich kann S3+CF jedem ans Herz legen der kostengünstige massiven Traffic zu bewältigen hat…
Ähem. Ich hatte “PPV” komplett überlesen. Schnell UND _unlimited_ Traffic UND billig, da ist S3 eine wirklich clevere Idee. Und bringt mich da so auf Gedanken, zumal die richtigen Stichwörter dann ja in den Kommentaren gefallen sind